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Konferenzbeitrag

Einsatz von Batteriespeichern zur Verbesserung der Netzintegration von Photovoltaiksystemen

Dieser Beitrag analysiert, wie Batteriespeicher einen forcierten PV-Ausbau in Deutschland unterstützen können.

Autor_in
Weniger, J.; Bergner, J.; Tjaden, T.; Beier, D.; Quaschning, V.
Medium
2. Konferenz Zukünftige Stromnetze für Erneuerbare Energien, 01/2015

Bisher wurden in Deutschland PV-Systeme mit einer Leistung von mehr als 38 GWp überwiegend in Niederspannungsnetzen errichtet. In einigen Netzgebieten stellt bereits heute der weitere PV-Ausbau eine Herausforderung für den Netzbetrieb dar. So kann es in Netzausläufern mit hoher PV-Durchdringung an sonnigen oder wechselnd bewölkten Tagen zu ausgeprägten Spannungsanstiegen kommen. Diese Spannungsproblematik lässt sich zum einen durch verschiedene Netzertüchtigungsmaßnahmen wie dem klassischen Leitungsausbau oder dem Einsatz von regelbaren Ortsnetztransformatoren entschärfen. Zum anderen können Batteriespeicher gezielt zur Reduktion der in das Netz eingespeisten PV-Leistung eingesetzt werden.

Batteriespeicher können einen forcierten PV-Ausbau in Deutschland unterstützen

Die Kombination von PV-Systemen mit Batteriespeichern ist daher vorteilhaft, um den zukünftigen PV-Ausbau nicht aus Gründen der begrenzten Netzaufnahmefähigkeit beschränken zu müssen. Während in den Jahren 2010 bis 2012 PV-Systeme mit einer Gesamtleistung von jeweils mehr als 7,5 GWp installiert wurden, sieht das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einen jährlichen Zubau von nur noch 2,5 GWp vor. Folgt in den nächsten Jahren der realisierte Ausbau diesem wenig ambitionierten Zielkorridor, so übersteigt zukünftig der jährliche Rückbau von Altanlagen zwangsläufig die Leistung der neu installierten PV-Systeme. Bei einer Nutzungsdauer von 20 Jahren wäre dadurch ab 2030 ein Rückgang der in Deutschland installierten PV-Leistung möglich. Damit verbliebe die kumulierte PV-Leistung langfristig nur bei 50 GWp, da die Stilllegungen weitere Neuinstallationen kompensieren würden.

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